Montag, 2. Dezember 2013

Tuning gegen Serie

Peugeot 208 GTi vs Musketier 208 Engarde

Peugeot zügelt die Leidenschaft, bevor sie überhaupt richtig aufflammt.
"Heiße Drifts à la 205 GTi wird es beim starken 208 nicht mehr geben", verkünden die Franzosen im Frühjahr bei der Fahrvorstellung.
Das bestätigt sich auch bei der ersten, ausgiebigen Proberunde.
Der 1,6-Liter-Turbo tritt satt an, knurrt aber verhältnismäßig kultiviert und faucht allenfalls dezent.



Auch das Fahrverhalten ist frei von Tadel, aber völlig ruhiggestellt.
Brav untersteuernd flitzt der 208 GTi ums Eck, selbst Lastwechsel reizen seinen kompakten Hintern nicht zum Mitlenken. Es fehlt einfach Pfeffer.


Was man Musketiers 208 nicht gerade nachsagen kann – zumindest klangtechnisch.
Dem friedfertigen Brummen des Serienautos tritt die Tuningvariante mit unmissverständlich präsentem Knurren entgegen.


Auch das "Engarde" getaufte Bodykit samt Frontspoilerlippe, Heckschürze inklusive Duplex-Auspuffanlage, Kotflügel-Radabdeckungen sowie Seitenschwellersatz zeigt: Hier will einer nicht bloß spielen.
Dabei setzt der Peugeot-Veredler aus Oberhausen nicht auf das Topmodell GTi als Basis, sondern steigt stattdessen mit dem 208 155 THP eine Etage tiefer ein. 

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